Die zweigeschossige Turnhalle funktioniert in ihrer Positionals Scharnier zwischen den Sportfeldern und der bestehenden Schulanlage und definiert gleichzeitig den Pau-
senplatz. Der eingeschossig eingetiefte Baukörper tritt mit seiner Umgebung über ein kräftiges, zweiseitiges Vordach in Beziehung. Zum Pausenplatz hin akzentuiert dieses die Eingangsseite der weitgehend geschlossenen Fassade, auf der Kurzseite installiert die weite Ausladung des Daches zusammen mit der leicht abgestuften Treppenanlage eine tribünenartige Portikus-Situation zum Fuß-
ballfeld.
Durch die modulierte Silhouette des Blocks wird die riesige Dachfläche, die fünfte Fassade, in die räumliche Verknüpfungsidee integriert. Innen zeigt sich die Leistung des Dachtragwerks, das statische, technische und räumliche Anforderungen in einer effizienten solution élégante vereint. Im Zwischenraum der paarweise angeordneten, schottenfömigen Primärträger in Ortbeton werden sowohl Ablufttechnik als auch Faltwände versorgt. Räumlich aktiv werden die in die Träger eingelassenen, doppelwandigen Glasbausteine, die als Oberlichter auch bei unterteilten Hallen für optimale Lichtverhältnisse besorgt sind. Die Glasbausteine tauchen als mauertiefe Füllungen im Betonskelett der Fassade wieder auf und sind in ihrer massigen Opakheit identitätsstiftend für die stille Atmosphäre des gesamten Gebäudes.