Die zwischen zwei vormaligen Flussarmen situierte Sport-
anlage war 1932 von Hermann Herter streng symmetrisch konzipiert worden – das neoklassizistische Turnhallengebäude und der im Norden angrenzende Musikpavillon von Robert Maillart stehen heute unter Denkmalschutz. In Herterscher Lesung wird bei der Setzung der neuen Kleinarchitekturen die Stärkung der Sportanlage als parkartig gefasster Außenraum verfolgt, der sich um die zentrale Turnhalle herum aufspannt. Die Gerätehäuser sind deshalb symmetrisch um die Achse der Anlage disponiert. Gleichzeitig verschiebt die laterale Setzung des zweistöckigen Zielturms mit Zeitmessanlage am anderen Ende des Areals den frontalen und zentralsymmetrischen Gesamtcharakter der Anlage aber fast unmerklich.
Die neuen Kleinbauten respektieren die vorgegebene Grundordnung, begegnen ihr aber feinräumlich in Eigenständigkeit. Die Gliederung und Materialisierung der Baukörper sind gemäß ihrer unterschiedlichen Funktion und Bedeutung zum jeweils angrenzenden Umraum fein austariert. Zum städtischen Kontext sind es Inversionen und transluzente Wände aus Glasbausteinen, die als Bindeglieder eingesetzt werden. Zum Landschaftsraum vermitteln Wandscheiben aus Stampflehm, die durch ihre haptischen Schichtenlagen zu dreidimensionalen Bildwerken werden. Ihre Imperfektion und Handwerklichkeit wird durch die Kontrastierung mit den scharfkantigen Betonplatten noch überhöht.