Wettbewerb Jugendpsychiatrie Neuhaus Bern, 1. Preis

Durch ihre Setzung schließen die zwei neuen Baukörper der Kinder- und Jugendpsychiatrie Bern einerseits die heute offenen Ecksituationen der hofartig disponierten Anlage und reagieren andererseits mit ihren leichten Volumenstaffelungen auf den Bestand, die Topographie und den umliegenden Landschaftsraum. Die durch vor- und zurückspringende Teile gebrochenen Mauerfluchten verschränken die Baukörper mit dem Umraum. Die innere Organisation der Gebäude basiert auf einem Grundraster, der Flexibilität gewährleistet und späteren Umnutzungen Rechnung tragen kann. Das im Westen platzierte, dreigeschossige StationenGebäude beherbergt im Erdgeschoss einen Teil der Büroräumlichkeiten und in den Obergeschossen die Wohneinheiten; die Schulräume befinden sich im östlich situierten, zweigeschossigen Baukörper.

Die enorme Wandtiefe mit 40 cm Fassadendämmung, die aus den Anforderungen des Minergie-P ECO Standards resultiert, wird zum Potential für eine kräftige, zweiseitig pla-stische Modulation der Außenhülle. Die Holzelemente inEiche sind konträr zum Altbau proportioniert und über die Notwendigkeit hinaus unüblich dick dimensioniert. Außen prägt das Fassadenbild eine starke horizontal-vertikal Ordnung, die über mehrere Tiefenebenen entwickelt wird. Die Fenster erfahren von Geschoss zu Geschoss eine leichte Verschiebung von innen nach außen, was den Baukörper optisch stabilisiert.

Neubauten Kinder- und Jugendpsychiatrie
Neuhaus Bern, Amt für Grundstücke
und Gebäude des Kantons Bern
Neubauten; BKP 1–9: CHF. 15 Mio.
in Bearbeitung